Gesunde Hufe für ein gesundes Pferd

Mein Angebot...

Gesunde Hufe sind lebensnotwendig für das Bewegungs- und Fluchttier Pferd, links im Bild mein Bewegungstier Magic beim wohlverdienten Mittagsschlaf, ein Knabstrupper mit Hufen in Stahlbetonqualität.

 

Barhufpflege nach den Prinzipien von Natural Hoofcare (NHC) auf der Basis der Erkenntnisse von Pete Ramey verfolgt einen sanften und immer individuellen Ansatz auf dem Weg zum gesunden Barhuf. Auch bei schwierigen Hufproblemen besteht bei einer Bearbeitung nach NHC eine hohe Heilungschance. NHC hat zwar grundsätzlich als Bild den Huf wildlebender Mustangs vor Augen, ein festgelegtes immer gleiches Bearbeitungsschema gibt es aber nicht.

 

Barhufgehen ist am natürlichsten und gesündesten für das Pferd und immer realisierbar, gegebenenfalls unterstützt durch den gezielten Einsatz von Hufschuhen. Aber auch hier gilt, keine Regel ohne eine diese bestätigende Ausnahme. Unsere Pferde sind keine Wildpferde mehr und daher findet auch keine natürliche Selektion in Bezug auf Hufe und Bewegunsapparat statt, so dass es wenige Einzelfällle gibt, bei denen auch eine natürliche und an den vorhandenen Problemen orientierte Hufbearbeitung an Grenzen gerät und man über einen Beschlag ergebnisoffen nachdenken muss. Hier ist dann die Frage zu beantworten, ob bzw. wann der Zeitpunkt gekommen ist, dessen nachweisliche Nebenwirkungen als das kleinere Übel zu wählen um in Summe das Beste für das Pferd zu erreichen. In solchem Fällen stehe ich auch gerne im direkten Kontakt mit Tierarzt oder Physiotherapeut/Osteopath um im fachlich konstruktiven Austausch oder auch Diskurs die beste Lösung für das Pferd suchen zu können. Daneben gibt es persönliche/gewerbliche/logistische Gründe die Pferdebesitzer pro Eisen entscheiden lassen. Über diese will ich nicht urteilen, es ist aber nicht mein Weg und ich erläutere Ihnen bei Interesse die Alternative. Aber auch wenn Sie die Umstellung von Beschlag auf Barhuf planen, die aus meiner Sicht grundsätzlich immer von Vorteil für das Pferd im Gesamten ist, gibt es Ausnahmen, in denen ich von einer Veränderung eines passablen Zustandes unter Abwägung von Chancen und Risiken abraten würde. 

 

Die Hufpflege nach NHC versucht mit den geringstmöglichen Eingriffen auszukommen und vermeidet somit in der Regel starke Stellungsänderungen oder das kräftige Beschneiden von Strahl oder Sohle, so dass die Pferde auch direkt nach der Bearbeitung Freude an der Bewegung haben. Notwendige Veränderungen werden unter Berücksichtigung des gesamten Bewegungsapparates mit dem dafür notwenigen Zeithorizont immer individuell angegangen. Bewegung ist für das Pferd und für einen gesunden Huf notwendig und auch gegebenenfalls nötige Umbauprozesse im Huf bedingen Bewegung. Daher ist es wichtig, dass das Pferd auch nach der Bearbeitung weiterhin freudig läuft, ganz davon abgesehen, dass auch nur so das Reiten Freude macht. Sollte im Einzelfall doch einmal eine stärkere Bearbeitung geboten sein, werde ich Ihnen dies erläutern, gegebenenfalls werden dann auch Hufschuhe notwendig, auch wenn vorher keine benötigt wurden. Sollte Ihr Tierarzt, Physiotherapeut oder Osteopath eine stärkere oder andere Bearbeitung vorschlagen, lassen Sie mich das auch wissen, ich erkläre Ihnen dann konkret, warum ich meinen Ansatz so verfolge und bin, auch wenn ich von meine begründeten Arbeitsprinzipien im Grundsatz nicht abweichen werde, dabei offen für den fachlichen Austausch und Aspekte aus anderen Fachbereichen, wenn es gilt mehrere gleichzeitige Baustellen unter einen Hut zu bringen. 

 

Veränderungen im Stoffwechsel, in der Haltung oder in Art und Umfang des Trainings wirken sich unter Umständen auch sehr schnell auf die Hufe bzw. die Hufstellung aus. Es ist dann regelmäßig nicht allein damit getan, lediglich den Huf im Rahmen der Möglichkeiten die er bietet zu korrigieren, die Ursache muss erforscht und soweit möglich behoben werden. Hier sind die Pferdebesitzer gefragt, mögliche Ursachen mit den entsprechenden Fachleuten (Physiotherapeuten, Osteopathen, Mediziner, Heilpraktiker, Sattler, Trainer) zu erforschen.

 

Hufschuhe bieten einen Hufschutz, dann wenn er nötig ist, und schränken den natürlichen Hufmechanismus deutlich weniger ein wie ein Beschlag. Häufig ist der Reiter mit der Auswahl unter der Vielzahl an Modellen ebenso wie mit der korrekten Anpassung überfragt. Auch kann nur am Pferd selbst beurteilt werden, ob der Schuh wirklich passt, das Pferd sich damit wohlfühlt und das Gangbild weiterhin stimmt oder sich gegebenenfalls, beispielsweise bei vorher gegebener deutlicher Fühligkeit, verbessert. Auch der Einsatzbereich ist bei der Auswahl zu berücksichtigen. Eine richtige Wahl alleine nach einer Maßtablle (Breite/Länge) zu treffen ist schon dahingend nur mit Einschränkung möglich, dass ein dreidimensionales Objekt (nämlich der Huf) damit lediglich anhand eines zweidimensionalen Schemas erfassst werden kann. Die Bedürfnisse des Pferdes an den Schuh stehen an erster Stelle. Soweit in diesem Rahmen umsetzbar, versuche ich aber auch auf die Vorlieben der Reiterin oder des Reiters einzugehen und Modelle mit einer möglichst einfachen Handhabung und Pflege auszuwählen.

 

Diese Form des Hufschutzes bietet beim Reiten den notwendigen Schutz, schränkt den Hufmechanismus nur minimalst ein und ist vor allem auch nur den kleinsten Teil des Tages (von Therapieschuhen im Einzelfall abgesehen) am Huf. Passende Hufschuhe, falls notwendig auch mit weiteren Polsterungen versehen, finden sich in der Regel für jedes Pferd. In der Umstellungsphase auf Barhuf ist ein temporärer Hufschutz (Hufschuhe) oft auch unabdingbar, um die Bewegungsfreude beim Pferd zu erhalten. Auch kann sich ein Huf z.B. durch veränderte Reit-/Trainingsgewohnheiten verändern, so dass ein Hufschutz benötigt wird, obwohl früher keiner notwendig war.

 

Ein gewisses Maß an Fühligkeit auf z.B. stark geschotterten Wegen kann m.E. dann toleriert werden, wenn solche Wege regelmäßig beim Reiten vermieden werden können. Sofern dies aber nicht der Fall ist oder wenn das Pferd selbst geführt fühlig geht beziehungsweise wenn offensichtlich ist, dass die Sohle zuwenig Dicke hat oder die Substanz trotz sanfter Bearbeitung und optimierter Fütterung tendenziell abnimmt, ist ein Hufschutz unausweichlich, nicht nur unter dem Aspekt der Freude am Reiten sondern nach meiner Überzeugung nicht zuletzt auch unter den Gesichtspunkten des Tierwohls.  Da Pferde meist auf weichen Böden die längste Zeit des Tages verbringen und die Hufe sich darauf anpassen, unsere Reitwege häufig aber stark geschottert sind, ist auch bei einem gesunden Barhuf des Öfteren ein Hufschutz zum Reiten notwendig. Ich werde Ihnen daher in solchen Fällen den Einsatz von Hufschuhen empfehlen. Sollten diese - aus welchen Gründen und Überzeugungen auch immer - kategorisch abgelehnt werden, ändert dies trotzdem nichts an der Notwendigkeit eines (temporären) Hufschutzes und ich werde in diesem Fall die weitere Bearbeitung ablehnen.

 

Für ein gesundes Pferd sind Haltung und Ernährung nicht zu trennen. Artgerechte Ernährung orientiert sich daher sowohl an der Art der Fütterung als auch am Futter selbst. Eine Einschätzung des Bedarfs und eine Beurteilung der Vielzahl der angebotenen Futtermittel und ihrer Inhaltsstoffe ist dem Laien oft nicht möglich. Auch bei der Behandlung von Hufproblemen darf die Ernährung und gegebenenfalls spezifische Nahrungsergänzung (oft ist auch schon ein gezieltes Weglassen von diversen Futtermitteln zielführend) nicht vernachlässigt werden, Ernährungsberatung im Rahmen der Hufpflege ist daher in dieser enthalten. 

 

Ich biete Ihnen einen ganzheitlichen Ansatz für ein gesundes Pferd mit gesunden Hufen, der neben Barhufpflege und Hufschuhberatung mit Anpassung immer den gesamten Bewegungsapparat im Blick hat und auch den wesentlichen Aspekt der Ernährung und Nahrungsergänzung umfasst. In Sachen Ernährung erstreckt sich mein Angebot neben der Beratung im Rahmen der Hufpflege auch auf die  Möglichkeit, geeignete und bewährte Produkte zum Teil über mich beziehen zu können. Unter Ernährung können Sie sich hierzu informieren. 

 

Da nach meiner Wahrnehmung immer mehr Pferde mit Atemwegsproblemen, Allergien oder Hautproblemen zu kämpfen haben und ich auch persönlich gute Erfahrungen mit der Pferdeinhalation in der Solekammer gemacht habe, ergänzt ein Inhalationsanhänger mein Angebot.

 

 

...und ich

Ich bin am Barhufinstitut geprüfter Hufpfleger und Mitglied im Berufsverband der NHC-Barhufpfleger (für Deutschland, Österreich, die Schweiz und andere europäische Länder) und im methodenoffenen Deutschen Hufpflege und Huftechnik Verband.

 

"Es gibt etwas am Äußeren eines Pferdes, das dem Inneren eines Menschen guttut." (Winston Churchill)

 

 

Ich bin Pferdefreund und Pferdebesitzer, Reiter und auch mit einer passionierten Reiterin verheiratet.

 

Was ich mache, mache ich aus Interesse am und aus Freude an der Arbeit mit dem Pferd. Hierin war auch der Antrieb begründet, mich professionell mit der Materie Barhuf, Hufschuhe und Gesundheit für das Pferd zu befassen und mich entsprechend aus- und regelmässig weiterzubilden, was letztlich in diesem ganzheitlichen Angebot mündete. 

 

Man sagt nicht umsonst, "ohne Huf kein Pferd". Der gesunde Huf als wesentlicher Teil der Gesundheit des Pferdes, seine Regenerations- und Umbaufähigkeit und das Zusammenspiel mit dem gesamten Organismus sind eine faszinierende Materie. Der Hufmechanismus, der nur Barhuf uneingeschränkt funktionieren kann ist meines Erachtens ein wesentlicher Baustein der Pferdegesundheit. Einem Pferd zu einem gesunden Barhuf zu verhelfen oder diesen zu erhalten und gegebenenfalls das Barhufpferd mit einem temporären Hufschutz zu unterstützen, ihm Bewegungsfreude zu erhalten oder wiederzugeben, ist mein Antrieb. 

 

Begonnen hat alles mit einem Problem mit den Hufschuhen für unseren Diabolo (links im Bild), der zwar gesunde und feste Hufe hat, auf geschotterten Böden ohne Schutz aber etwas fühlig geht und bei größerem Reitumfang auch zuviel Abrieb hat.

 

Nachdem ich dieses Problem gelöst hatte, war mein Interesse an der Materie geweckt und ich beschäftigte mich intensiver mit dieser Thematik und auch immer stärker dem Huf selbst sowie den verschiedenen Möglichkeiten und Lehrmeinungen der Hufbearbeitung und entschied mich für den immer individuellen und ganzheitlichen Ansatz nach NHC ohne dabei dogmatisch zu sein.

 

Weitere Informationen über mich und meine Qualifikationen finden Sie hier.

 

In der Bildergalerie sehen Sie einige Bearbeitungsbeispiele, die zeigen, dass auch Problemhufe mit NHC in den Griff zu bekommen sind und Hufschuhe auch anspruchsvolle Aufgaben erledigen können. 

 

Bild 1 zeigt den Huf einer Quarterstute (unsere Lina, die Eisen habe ich bei Kauf abgenommen), die als absolut nicht barhuffähig galt, auch auf dem Platz herrschte Fühligkeit. Das Bild entstand einige Wochen nach der Eisenabnahme. Bild 2 enstand rund ein viertel Jahr später, Lina läuft seit damals auf dem Platz einwandfrei barhuf, Spaziergänge sind ebenfalls kein Problem und bei Ausritten werden auf Grund unserer teils stark geschotterten Wege Hufschuhe benötigt.

 

Bild 3 ist das Röntgenbild zum Rehehuf auf Bild 4. Ich habe das Pferd in diesem Zustand als Kunde übernommen, der Stoffwechsel lag am Boden, es wuchs kein Horn nach, so dass es zum Hufbeindruchbruch kam. Das Pferd hatte allerdings immer Lebensfreude und die Besitzer haben mit Hufschuhen und Polstern und einwandfreier Hygiene, verbunden mit einer Umstellung des Mineralfutters, die Zeit bis wieder Hornwachstum stattfand, souverän gemeistert. Das Pferd hatte in dieser Zeit mit Hufschuhen auch immer (erstaunlicherweise, eine kleine Kämpfernatur eben) Freude an der Bewegung. Bild 5 zeigt den Huf nach ca. einem dreiviertel Jahr, das Pferd geht zwischenzeitlich wieder barhuf auf der Koppel und spazieren auf teils auch geschotterten Wegen ohne Fühligkeit. Bild 6 zeigt den Huf wiederum drei Monate später, das Pferd wird wieder im Reitunterricht ohne Schuhe geritten und geht auch kleinere Runden ohne Schuhe ins Gelände. Bild 7 und 8 zeigen den Huf wieder drei Monate später. Der gewünschte Huf-Sollzustand ist damit noch nicht erreicht, aber Wunder dauern eben dann doch etwas länger.

 

Bild 9 ist das Röntgenbild zu Bild 10, ein augenscheinlich sehr flacher Huf eines vom Kunden frisch gekauften Pferdes, der aber doch viel "Tiefe" hat - eine doppelte Sohle. Auch hier wurde im Rahmen dessen was der Huf vorgab gearbeitet, innerhalb eines knappen halben Jahres wurde der Zustand in Bild 11 erreicht.

 

Bild 12 zeigt links ein junges Kaltblut dass vor Kauf durch den Vorbesitzer selbst nochmal "bearbeitet" wurde. Rechts sieht man den Huf sechs Wochen nach Erstbearbeitung und Aufbringen von Hoofarmor. Hoofarmor ist eine Möglichkeit eines Sohlenschutzes auf Epoxidharzbasis, der den Abrieb de facto auf null minimiert und so Hufwachstum ermöglicht, das Material für eine zielführende natürliche Bearbeitung schafft.

 

Die Collage in Bild 13 zeigt eine Hufentwicklung eines Spaniers über gut eineinhalb Jahre. Impulse setzen und im Rahmen der Anpassungsfähigkeit des gesamten Pferdes das Bestmögliche erreichen und dabei immer ein gut reitbares Pferd sicherstellen. Es gibt leider keine Abkürzungen. Und es gibt keine ideale und für alle Pferde perfekte Hufform nach Lehrbuch. Auch hier ist wichtig, dass Besitzer und Hufpfleger Geduld haben, ehrlich über Optionen und das Erreichbare kommunizieren und einen Weg konsequent weiterverfolgen, getreu dem Motto: "Niemals rennen, aber beständig weitergehen". 

 

Bild 14 zeigt ein Rückepferd mit vier Hufschuhen im Einsatz. Die Schuhe funktionieren als Schutz auf steinigen Böden und auch als Schutz vor Verletzungen durch Holzstücke, die sich z.B. in den Strahl so tief einarbeiten können, dass man kaum glaubt, dass Holz, dass so morsch ist, dass es bei jedem Versuch es herauszuziehen abbricht, so derbes Gewebe durchdringen kann. Bei diesem Modell traten auch im Unterholz keinerlei Probleme auf. Die Option Spikes einzuschrauben besteht, wir haben uns hier für ein Paar Wechselschuhe mit Spikes entschieden. Ein "Arbeitspferd" kommt aber je nach Einsatzschwere und Geländebeschaffenheit mit Hufschuhen an physikalische Grenzen.

 

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©Claus-Werner W. Oberle